top of page

Zunahme von berufsbedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates

Der jüngste Bericht des Niederländischen Zentrums für Berufskrankheiten (NCvB) zeigt, dass auch 2024 wieder eine hohe Anzahl an Berufskrankheiten gemeldet wurde: insgesamt 2.629 Fälle, erfasst von 690 Arbeitsmedizinern. Psychische Erkrankungen stellen zwar weiterhin die am häufigsten gemeldete Krankheitsgruppe dar, doch eine andere Kategorie sticht besonders hervor: Erkrankungen des Bewegungsapparates.


Diese Berufskrankheiten, darunter Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterbeschwerden sowie Handgelenkserkrankungen, sind für einen erheblichen Anteil an Langzeitabwesenheiten und sogar Arbeitsunfähigkeit verantwortlich. Die Zahl der Meldungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 151 gestiegen. Dies betrifft nicht nur die einzelnen Beschäftigten, sondern auch das Unternehmen selbst.


Körperliche Belastung weiterhin ein Problem

Die meisten Risikofaktoren entstehen durch Heben und Tragen von Lasten, schnell wiederholende Bewegungen und eine schlechte Körperhaltung. Besonders gefährdet sind Berufe im Transport- und Lagerwesen, im Baugewerbe und im Gesundheitswesen. Doch auch in Büros, wo Menschen stundenlang vor Bildschirmen sitzen, treten diese Beschwerden auf.


Die Zunahme der Meldungen zeigt, dass körperliche Belastung am Arbeitsplatz immer noch ein ernstes Problem darstellt, das angegangen werden kann.


Prävention und Ergonomie als Schlüssel

Was können Organisationen tun, um diese Zustände zu verhindern? Der Schlüssel liegt in präventiven Maßnahmen, einer intelligenten Arbeitsplatzgestaltung und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit.


Ergonomisches Arbeiten ist unerlässlich. Das bedeutet, dass Arbeitsplätze so gestaltet sein müssen, dass sie den körperlichen Fähigkeiten der Mitarbeitenden entsprechen. Dazu gehören beispielsweise die Anpassung von Arbeitsplätzen, höhenverstellbare Schreibtische und Stühle, Hebehilfen im Gesundheitswesen oder der Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben, um Überlastung vorzubeugen.


Darüber hinaus ist es wichtig, Beschwerden frühzeitig zu erkennen . Mitarbeiter müssen sich sicher fühlen, ihre Beschwerden anzusprechen. So können wir langfristige Fehlzeiten und Arbeitsunfähigkeit weitestgehend vermeiden.


Eine gemeinsame Verantwortung

Der Anstieg berufsbedingter Erkrankungen des Bewegungsapparates unterstreicht die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz. Dies erfordert ein gemeinsames Engagement von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und politischen Entscheidungsträgern. Investitionen in gesunde Arbeitsplätze zahlen sich langfristig durch weniger Fehlzeiten, höhere Arbeitszufriedenheit und gesteigerte Produktivität aus.


 
 
  • Instagram
  • LinkedIn

© 2026 von SpineWise

bottom of page